Dr. Kristin Breuninger

Frau Dr. Breuninger, Sie sind als Weiterbildungsassistentin der Allgemeinmedizin in der Praxis. Was heißt das genau?

Das ist eine gute Frage. In Deutschland durchläuft jeder Arzt nach dem bestandenen Medizinstudium eine Zeit der Weiterbildung, in welcher man sich auf einen Facharzt spezialisiert. Dies dauert i.d.R. nochmal mindestens fünf Jahre. Auch Ärzte in der Allgemeinmedizin sind Fachärzte und durchlaufen nach dem fertigen Studium gewisse Etappen im Krankenhaus und einer Praxis, bis sie nach einem dargebrachten Leistungskatalog eine Facharztprüfung ablegen dürfen. Der Facharzt an sich erlaubt dann schließlich ein selbstständigeres Arbeiten und – falls gewünscht – eine eigene Niederlassung.

 

Das heißt, Sie sind schon „richtige“ Ärztin?

Ja, „richtige“ Ärztin bin ich schon, aber eben noch keine Fachärztin.

Bei kniffligen oder mir unklaren Fällen kann ich aber auch problemlos auf den Rat und die Unterstützung erfahrener Kollegen, wie Herr Dr. Maier und Frau Dr. Lukas, zurückgreifen.

 

Haben Sie denn davor schon woanders gearbeitet?

Ja, ich war mehrere Jahre im Bietigheimer Krankenhaus in unterschiedlichen Abteilungen (Anästhesiologie/Intensivmedizin, Gastroenterologie/Palliativmedizin, Kardiologie) tätig und habe anschließend noch mehrere Monate unter Flüchtlingen in Südostasien gearbeitet, wo ganz andere Bedingungen vorherrschen.

 

Aber warum jetzt Allgemeinmedizin?

Zum einen fasziniert mich in der Allgemeinmedizin das breite Tätigkeitsspektrum – sowohl fachlich als auch menschlich gesehen. Zum anderen liegt mir eine patientenorientierte Medizin, bei der der individuelle Mensch ganzheitlich im Mittelpunkt steht, am Herzen.

 

Wie sind Sie dann auf diese Praxis gekommen?

Zunächst wurde mir die Praxis von einer erfahrenen Kollegin empfohlen. Nach einer Hospitation ließ mich die Praxis auf Grund des äußerst positiven Eindrucks, den ich sowohl fachlich als auch menschlich gewinnen durfte, gedanklich nicht mehr los, bis ich mich schließlich um eine Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin in dieser Praxis bewarb.

 

Eine Frage noch zum Schluss: Sind Sie mit dem „Breuningerland“ verwandt?

Obwohl der Nachname darauf schließen könnte, ist mir eine nähere Verwandtschaft zum „Breuningerland“ nicht bekannt.