Dr. Jürgen Maier

Herr Dr.Maier, Sie praktizieren seit vielen Jahren in Bietigheim, aber sind Sie Schwabe?

Nein, auch wenn ich mich seit 20 Jahren im Schwabenland wohlfühle, so bin ich doch Badener, aufgewachsen in Offenburg.

Warum sind Sie Arzt geworden?

Zunächst hat mich in der Oberstufe am Gymnasium das Fach Biologie sehr interessiert, und speziell die Abläufe im menschlichen Körper fand ich sehr spannend. Gleichzeitig wollte ich etwas Soziales leisten und so bewarb ich mich um einen Studienplatz.

Ist Hausarzt sein nicht ziemlich langweilig? Nur Husten, Schnupfen und Heiserkeit?

Nein, da unterschätzen Sie die hausärztliche Tätigkeit. Natürlich ist ein Teil der Arbeit Routine ,aber wo ist das nicht so. Auf der anderen Seite bin ich als Hausarzt der Ansprechpartner und die erste Anlaufstelle für gesundheitliche Probleme. Deshalb halte ich die Tätigkeit sogar für besonders anspruchsvoll, da wir Hausärzte ein breites Wissen  benötigen, aber auch ein hohes Maß an emotionalem Einfühlungsvermögen brauchen.

Sie haben einen anstrengenden Job, wie verhindern sie ein Burn- out- Syndrom bei sich?

Die beste Vorsorge vor einem Burn-out-Syndrom sind, glaube ich, der Spaß an der täglichen Arbeit und ein gutes engagiertes Team. Gleichzeitig versuche ich meinen Hobbies Sport treiben und Klavierspielen nachzugehen, und nicht zuletzt schöpfe ich viel Kraft aus meiner Familie.