Gelbfieber

Verbreitungskarte (WHO, 1985-1999)

Allgemeine Informationen

Das Virus (Flavi-Virus), das das Gelbfieber verursacht, wird durch tag- und nachtaktive Stechmücken übertragen. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Hauptreservoir des Erregers sind Affen. Sticht eine Mücke zunächst einen infizierten Affen und danach einen Menschen, kommt es zum Dschungelgelbfieber. In dichter besiedelten Gebieten kann die Übertragung Mensch-Mücke-Mensch zu epidemischen Ausbrüchen führen (urbanes oder Stadtgelbfieber). Die Infektion beginnt plötzlich mit hohem Fieber und allgemeinen Krankheitserscheinungen. Oft heilt die Krankheit danach aus.

Es kann jedoch nach einer Woche zu einer dramatischen Verschlechterung mit Gelbsucht und Blutungen kommen, gefolgt von Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen. Diese Komplikationen führen oft zum Tode.

Zur Sicherung der Diagnose dienen spezielle Blutuntersuchungen. Das Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Meldepflicht.

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird von einigen Ländern Afrikas und Südamerikas bei der Einreise verlangt. Gelbfieberimpfungen dürfen nach internationaler Übereinkunft nur in autorisierten Gelbfieberimpfstellen gegeben werden.

Schutz:

Eine einzige Impfung bietet etwa ab dem zehnten Tag nach der Applikation sicheren Schutz und hält nach neuesten Erkenntnissen lebenslang.